Unberechtigte Kritik zur Manna-Maschine
Stand Herbst des Jahres 2006:
Seit acht Jahren werden auf der Seite von Frank Doernenburg (www.doernenburg.alien.de/alternativ/manna)
Informationen zur Manna–Maschine verbreitet, die nicht in jedem Fall richtig oder zumindest nachvollziehbar sind.
Hintergrund ist offensichtlich, dass der Autor dieses Beitrages das 400-seitige Buch von Sassoon und Dale zu dieser Maschine nicht gelesen und so die Maschine zum Teil nicht verstanden hat. Dazu kommen unbewiesene Behauptungen zu Berechnungsgrundlagen sowie Berechnungsfehler.
Nachfolgend werden diesbezüglich einige wichtige Fakten aufgeführt. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die hier diskutierten Sachverhalte einige Grundkenntnisse zum Auszug der Israeliten aus Ägypten und (wenn man die Berechnungsergebnisse nachvollziehen will) vor allem zum Buch „Die Manna Maschine“ von Sassoon/Dale zweckmäßig erscheinen lassen.
1. Ignorierte Verzuckerungsstufe
Herr Doernenburg hat bis heute - trotz mehrfachem Hinweis darauf - nicht erkannt bzw. akzeptiert, dass der Algenkultur eine Verzuckerungsstufe folgt. (Dort werden die unverdaulichen Teile der Alge verzuckert.) Aus diesem Grund schreibt er wider besseren Wissens: „Der Algenüberschuß wird gesammelt, aus Vorratsbehältern (4) mit Vitaminen angereichert, geröstet und in Mehl umgewandelt.“ Dies ist definitiv falsch und Herr Doernenburg weiß das auch aus der Diskussion mit mir. Darüber hinaus behauptete er, das Buch zu haben. Er könnte sich also z.B. auf S. 201 das System der Manna-Verarbeitung durch Interpretationen der GHV 559, 563, 577 und KHV 488 ansehen. Hinweis: Ausgabe der „Manna Maschine“ von Januar 1995 bei Ullstein. GHV bezieht sich auf „Große Heilige Versammlung“, KHV auf „Kleine Heilige Versammlung“. Beides sind Teile des Sohar, zur Kabbala, der jüdischen Geheimlehre gehörende Texte.
2. Willkürlich veränderte Berechnungsgrundlagen
Die Autoren Sassoon und Dale begründen, warum sie von 600 Familien ausgehen und warum sie einen etwas geringeren Nahrungsbedarf als für heutige Mitteleuropäer ansetzen. Frank Doernenburg akzeptiert diese Annahmen nicht und trifft eigene. Dies ist zwar sein gutes Recht, aber seine Annahmen sind ebenfalls nur Annahmen und liefern keinerlei Beweise, die die Rechnungsgrundlagen verändern könnten. Dennoch ändert Frank Doernenburg die Berechnungsgrundlagen. Weil er glaubt, seine Annahmen wären besser, bezeichnet er die Berechnungsgrundlage der Autoren als „Hungerdiät“. Damit greift er einer sachlichen Beurteilung der Leser vor und wertet die begründeten Berechnungsgrundlagen der Autoren so ab.
3. Aufgebauschte zu versorgende Menschenmenge
Dasselbe erfolgt durch eine von Frank Doernenburg aufgebauschte Menschenmenge. Statt ausschließlich auf derselben Berechnungsgrundlage wie die Autoren seine Meinung zu vertreten, rechnet er immer zusätzlich für wesentlich mehr Menschen und versucht so mit den dann unmöglichen Zahlen der Maschine bzw den Autoren Versagen vorzuwerfen. Auch hier gilt: Für seine Annahme der zu versorgenden Menschen gibt es ebensowenig Beweise wie für die Annahme der Autoren der "Manna - Maschine".
4. Nonsensberechnungen mit viel zu kleiner Maschine
Weiterhin wird ständig eine viel zu kleine Maschine mit 1,80 Meter Höhe angeführt und jeweils mit berechnet. Ich weiß nicht, wo diese Spielzeugmaschine herkommt, im Buch der Autoren wird sie jedenfalls nicht mit auch nur einer Silbe erwähnt. Das Beharren von Frank Doernenburg auf diesen demzufolge völlig unsinnigen Berechnungsergebnissen zeigt erneut, dass er das Buch von Sassoon und Dale gar nicht gelesen hat. Gleichzeitig kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass damit die Autoren als unglaubwürdig hingestellt werden sollen. Wohlgemerkt: Obwohl kein Wort davon im Buch steht.
5. Falsche Berechnungsgrundlagen durch falsche Brennwerte
Es geht weiter mit Falschinformationen und dem Darstellen falscher Berechnungsgrundlagen. Auf betreffender Internetseite kann jeder nachlesen: „Aber Dale/Sassoon kommen für ihre Algen aber auf einen Brennwert von sage und schreibe 5.5 kCal/g! Da Zucker und Eiweiß je nur 4 kCal/g liefern, müßten die restlichen 28% Zusammensetzung über 9 kCal/g liefern - das ist mehr als Fett liefert, und das ist der energiereichste Kalorienlieferant.“ Falschaussage von Frank D.! Unter „Nährstoff“ und „Zucker“ findet man bei Google schon beim ersten Treffer die Angabe von jeweils 4,1 kcal/g für Kohlehydrate und Eiweiß. Zwar ist der Unterschied zu 4,0 nicht groß, da aber Frank D. ständig zuungunsten der Autoren rechnet, läppert sich das zusammen. Noch deutlicher wird das beim Fett: Dieses wird mit 9,3 kcal/g angegeben und hat damit eindeutig mehr als 9 kcal/g. Frank D. behauptet, es wären weniger als 9 kcal/g. Da nach den Zahlen des Bios-3-Experimentes gem. Angabe der Autoren 20% Fett entstanden sind, dürfte die Angabe von über 5 kcal/g der Autoren annähernd richtig sein. Allerdings ist mir die gesamte Zusammensetzung der Algenproduktion aus dem Bios-3-Experiment nicht exakt mit den dazugehörigen Brennwerten bekannt, so dass die komplette Nachrechnung durch mich nicht möglich ist.
6. Beharren auf falschem Ansatz durch Frank D.
Dennoch rechnet Frank D. weiterhin mit den falschen Berechnungsgrundlagen, die er mir am 11.12.06 in seinem Forum auch noch bestätigt hat: „Ich rechne eben NICHT mit 1170 kg für die S&D-Diät, da S&D einen völlig falschen Brennwert verwenden. Das habe ich auf meiner Seite auch dargelegt - bei ihnen besteht ein Großteil der Alge aus einem Stoff der brennwerthaltiger sein muß als Fett - ein Ding der Unmöglichkeit.“ Der Leser mag selbst unter Google wie angegeben suchen und erkennen, wie falsch die Aussage von Frank D. ist.
7. Folge: Viel zu hoher Luftdurchsatz
Die Folge ist, dass von Frank D. aufgrund dieser falschen Berechnungsgrundlage ein viel zu hoher Luftdurchsatz für die Maschine berechnet wird. Statt mit den 1.170 kg der Autoren rechnet er mit 1.852 kg. Das sind 60% zu viel, wie jeder schnell nachrechnen kann. Aber genau das will Frank D. ja erreichen: Mit dem zu hohen Luftdurchsatz soll die Maschine unglaubwürdig gemacht werden. Diese Auffassung vertrat ich bis zum 12.12.06. (Übrigens auch der Stand zu den Aussagen auf der Internetseite von Frank D.) Während der Diskussion zu diesem Thema im Forum von Frank D. wurde von einem Forumsmitglied darauf hingeweisen, dass sich diese 1.170 kg CO2 auf die Erzeugung von Zucker beziehen. Für die Erzeugung von Fett werden allerdings reichlich doppelt so viel CO2-Anteile benötigt. Diese Aussage ist korrekt und hier haben Sassoon und Dale wirklich nicht richtig gerechnet. Die damit notwendige Erhöhung des CO2-Bedarfes auf 1.544 kg hat aber kaum praktische Auswirkungen, wie noch zu sehen sein wird. Festzuhalten ist, dass Frank D. an dieser Stelle für seine als "Hungerdiät" bezeichnete Berechnung also nur rund 25% zuviel CO2 in die Rechnung einbezieht..
8. Von Frank D. wurden ursprünglich Masse- und Volumenprozent verwechselt
Es gibt aber noch mehr Gründe für die Berechnung einer viel zu hohen Luftgeschwindigkeit an der Maschine. So hat Frank D. beim Kohlendioxid ursprünglich Volumenprozent und Masseprozent verwechselt und so viel zu wenig CO2 in der Luft angenommen. So rechnete er aufgrund dieses Fehlers mit nur 0,42 g CO2/ m³ Luft statt mit 0,59 g/m³ wie die Autoren. Inzwischen hat Frank D. auf meinen Hinweis hin diesen Fehler zwar eingesehen, will aber mit zwei weiteren falschen bzw. unbegründeten Annahmen (s. Punkt 9 und 10) diesen Fehler herunterspielen.
9. Falscher Temperaturannahme folgt falsche Berechnung
Um die Differenz zwischen seinen falsch berechneten 0,42 g/m³ CO2 und den 0,59 g/m³ von Sassoon und Dale zu kaschieren, macht Frank D. den nächsten Fehler: Er geht davon aus, dass das CO2 in der Wüste Sinai aufgrund von einer Durchschnittstemperatur von 30 Grad Celsius ja nur einen Anteil von 0,52 g/m³ Luft aufweisen würde. Dass dieser Wert zu 30 Grad Celsius gehört, will ich nicht bestreiten. Bestreiten möchte ich aber, dass die Durchschnittstemperatur dort über Sommer und Winter, Tag und Nacht 30 Grad Celsius ist. Gerade nachts wird es teilweise sehr kühl, bis zu Null Grad herunter. Bei Null Grad Celsius und NN hat heute das CO2 aber einen Anteil von 0,75 g/m³ Luft. Frank D. ist für die Zeit der Buchveröffentlichung selbst von 0,63 g CO2/m³ Luft ausgegangen. Zwar ist bei der groben Rechnung (abgerundet!) von 0,03 Vol-% CO2 in der Luft der Masseanteil tatsächlich 0,594 g, aber es sind eben mehr als nur 0,03 Vol.-% CO2 in der Luft. Mit diesen 0,59 g/m³ ist meiner Ansicht nach schon eine gewisse Korrektur für die Wüstendurchschnittstemperatur einbezogen. Zumal – und das sollte nicht vergessen werden – keiner wirklich weiß, wie heiß es damals in der Wüste war. Von wie viel Hitzetoten wurde in der Bibel berichtet? (Bei 30 Grad Durchschnittstemperatur müssten tagsüber über 40 Grad, im Sommer über 50 Grad Hitze geherrscht haben)
10. Unbewiesener CO2-Konzentration folgt fragliche Berechnung
Die nächste unbegründete Berechnungsgrundlage von Frank D. soll ebenfalls seinen Fehler der Verwechslung von Masse- und Volumenprozent kaschieren. Denn diese Änderung der Berechnungsgrundlage erfolgte erst, nachdem ich ihn auf den Fehler der Verwechslung von Masse- und Volumenprozent hingewiesen habe. Während die Autoren mangels besseren Wissens ausdrücklich Wert darauf legen, den heutigen CO2-Wert als Berechnungsgrundlage zu nehmen, wählt Frank D. ohne ausreichende Begründung einen viel niedrigeren Wert. Er legt lediglich 0,027 Vol-% zugrunde. Als Beleg verwies er mir gegenüber mehrfach auf ein Wikipediadiagramm, bei dem die kleinste Skaleneinheit 10.000 Jahre beträgt und bei dem der CO2-Gehalt zwischen 0,02 und 0,03 VOL-% schwankt. Bekanntlich war die Wanderung durch die Wüste nur 40 Jahre, so dass der tatsächliche Wert in dieser Zeit völlig unbekannt und aus diesem Diagramm absolut nicht entnommen werden kann. Ich wies Frank D. ausdrücklich darauf hin, dass die jetzigen 0,0375 Vol.-% auf einem Diagramm mit kleinstem Skalenwert von 10.000 Jahren ebenfalls nicht erkannt werden können. Was ihn jedoch nicht von seiner unbegründeten Behauptung abhält. Satt dessen beruft er sich auf seiner Internetseite auf einen Wert des Jahres 800, der mit dem Auszug aus Ägypten nicht das Geringste zu tun hat.
11. Nicht gelesenes Buch führt zum Denkfehler
Zu all den bisher offen gelegten falschen, unbegründeten bzw. nicht bewiesenen Annahmen des Frank D. gesellen sich jetzt noch weitere Berechnungsfehler. Obwohl die Autoren im Buch ausdrücklich darauf hinwiesen, dass die Maschine zentral angeströmt wird, weil sowohl der Kamineffekt des über Kopf gehenden Kühlgases als auch die die Thermik verursachenden über 500 Grad heißen Teile der Maschine dafür verantwortlich sind, unterstellt Frank D. den Autoren diesbezüglich einen Denkfehler. Weil er das Buch - und damit diese Hinweise – nicht gelesen hat, glaubt er, dass die Maschine nur quer angeströmt werden könne. Der Denkfehler liegt also eindeutig bei Frank D., der nur das Buch lesen müsste, um die Maschine zu verstehen. Zwar ist Frank D. inzwischen auf meine Kritik eingegangen und nennt parallel auch Zahlen für die zentrale Anströmung der Maschine, aber auch diese sind falsch, wie Punkt 12 zeigt.
12. Viel zu hohe Windgeschwindigkeiten durch falsche Ansätze
Aufgrund von Punkt 11 kommt Frank D. in Verbindung mit den anderen genannten falschen Annahmen und Berechnungsgrundlagen zu völlig falschen Zahlen. So rechnet er für die Queranströmung der Maschine zwischen 37 Mio. m³ und 102 Mio. m³ Luft pro Tag und demzufolge eine Windgeschwindigkeit zwischen 121 und 341 km/h vor. Da sich die höheren Zahlen nur auf seine künstlich hochgeschraubten Menschenmassen und deren höher angesetzten Energiebedarf beziehen, will ich gar nicht darauf eingehen. Dies habe ich schon in den Punkten 2 und 3 gemacht. Aber selbst mit den Berechnungsgrundlagen der Autoren, die er geringschätzig als „Hungerdiät“ bezeichnet, wird aufgrund der falschen Ansätze gemäß der Punkte 5 bis 10 erbarmungslos falsch gerechnet. Während Sassoon und Dale von 19,87 Mio. m³ Luft am Tag ausgehen, was der Berechnungsformel für die Zuckerherstellung und den 0,59 g CO2/m³ Luft entspricht, kommt Frank D. mit 37 Mio. m³ Luft auf einen wesentlich höheren Wert. Wohlgemerkt, aufgrund der oben dargelegten falschen bzw. unbewiesenen Annahmen. Korrekterweise müssen die Zahlen von Sassoon und Dale aber wegen des bisher nicht berücksichtigten zusätzlichen CO2-Bedarfs für die Fetterzeugung um 32% erhöht werden, wodurch rund 26 Mio m³ Luft für die CO2-Erzeugung herangeführt werden müssen. Auch nach der Korrektur immer noch wesentlich weniger als bei Frank D. Es wird aber noch viel verrückter: Durch die falsche Annahme der Queranströmung kommt Frank D. selbst bei seiner als "Hungerdiät" bezeichneten Berechnung auf 121 km/h Windgeschwindigkeit, was völlig unsinnig ist. Bei zentraler Anströmung sind es nach seiner Angabe immerhin noch 61 km/h. Die Autoren gehen aber nur von 0,5 m/s bei 100 % CO2-Umsatz aus, was 18 km/h bei 10 %-igem Umsatz entsprechen würde. Nicht ganz richtig, wie der erhöhte CO2-Bedarf für die Fettbildung beweist. In der Praxis wird jedoch selbst diese Strömungsgeschwindigkeit deutlich geringer sein, denn die Annahme von Frank D., dass bei einer zentralen Anströmung die Luft quasi durch einen (gedachten) Hohlzylinder ausschließlich von unten nach oben strömen muss, ist so nicht richtig. Für eine erste Nährung ist dieser gedachte Hohlzylinder durchaus berechtigt, aber für eine endgültige Aussage mit einem schweren Denkfehler belastet. Es gibt diesen Hohlzylinder nämlich in der Praxis nicht. Das heißt, der Luftaustausch mit den Barthaaren der Maschine erfolgt zusätzlich auch von der Seite. Je nach Höhe der Barthaare ergibt sich damit eine zusätzliche Austauschfläche, die die Windgeschwindigkeit weiter drastisch fallen lässt. (Die Manteloberfläche des gedachten Hohlzylinders dient in der Praxis ebenfalls der An- und Abströmung der Luft; diese Fläche ist größer, als die gedachte Hohlzylinderquerschnittsfläche) Durch die zentrale Anströmung ist wenige Meter von der Anlage entfernt von dieser Luftbewegung kaum noch was zu spüren. Also: Kaum zu spürende Windbewegung einige Meter vom Zelt entfernt gegenüber maximal 341 km/h bei Frank D. und seiner angenommenen Queranströmung. Extremer können Unterschiede kaum sein.
13. Zelt offen oder geschlossen?
Frank D. behauptet, die Anläge würde im geschlossenen Zelt gestanden und schon deshalb nicht funktioniert haben. Die Autoren verweisen ausdrücklich darauf, dass die Maschine lediglich von einem Sichtschutz zur Seite hin abgedeckt war und dort kein Dach die Luftbewegung hinderte. Es dürfte unstrittig sein, dass Teile des Zeltes ein Dach hatten – nämlich dort wo die Maschine nicht stand – und dass während der Reinigung (z.B. bei entsprechender Windgeschwindigkeit) auch dieser Teil überdacht werden konnte.
14. Falsche Berechnung des Wassers bei Frank D.
Aus teilweise den gleichen Gründen wie beim CO2 rechnet Frank D. beim Wasser ebenfalls einen viel zu großen Bedarf an Luft aus und versucht so die Maschine unglaubwürdig zu machen. Satt rund 100.000 m³ Luft pro Tag - wie aus der Formel - anzunehmen, rechnet er selbst für seine als "Hungerdiät" bezeichnete Variante mit rund 150.000 m³ Luft für den Wasserentzug. Die Öffnung für den Lufteintritt nimmt er deutlich zu klein und die Kondensatorfläche um Größenordnungen zu klein an. Dabei geben sich die Autoren im Buch alle Mühe, die Zahlen gewissenhaft herzuleiten. Aber wer das Buch nicht gelesen hat, kann das auch nicht wissen.
15. Erneute falsche Behauptungen durch Frank D.
Hier schließt sich der Kreis, denn erneut hackt Frank D. in Unkenntnis der tatsächlichen Zusammenhänge auf der Arbeit der Autoren herum: So schreibt er völlig unbegründet: „Das Endprodukt der Algenherstellung dürfte kaum etwas mit der biblischen Beschreibung des Mannas zu tun haben. Moderne Chlorella-Produkte sind grüne bis braune Pulver, je nachdem ob geröstet oder nicht. Das Zeug zerfließt nicht in der Wärme, sieht nicht aus wie Koriandersamen und ist nicht weiß, und hat laut Beschreibungen auch keinen expliziten Eigengeschmack. Und es wird auch kaum den "Boden bedeckt haben wie Reif", außer die Priester haben Kalk druntergemischt und das Zeug mit der Schippe in der Wüste verteilt. Die Produkte der Manna-Maschine (Waffeln aus Chlorella-Mehl) haben in keinem Punkt auch nur die winzigste Ähnlichkeit mit der biblischen Beschreibung. Um es deutlich zu machen: Die nirgendwo in der Bibel beschriebenne Maschine erzeugt ein nirgendwo beschriebenes Produkt, welches sich fundamental von den Urbeschreibungen unterscheidet!“
Um es deutlich zu machen:
Dieses Zitat beweist erneut, dass Frank D. das Buch nicht gelesen und deshalb die Maschine nicht begriffen hat.
Zwischenfazit
Mit all diesen Fehlinterpretationen und Falschberechnungen will Frank D. darlegen, dass die Manna-Maschine nach Sassoon und Dale nicht funktionieren könne. Sassoon und Dale begründen ihre Berechnungen in dem 400-seitigen Buch gut und ich kann sie beim Nachrechnen - mit Ausnahme der dankenswerterweise von einem Forumsmitglied aufgezeigten - fehlenden 32% CO2 zur Fetterzeugung nur bestätigen. Entgegen der Aussage von Frank D. gibt es keinerlei Grund, anzunehmen, dass die Maschine nicht funktioniert hat.
Noch etwas Grundsätzliches: Sassoon und Dale haben in ihrem Buch erklärt, dass die Technologie der Erbauer der Maschine für uns noch so weit in der Zukunft liegt, dass wir diese Maschine noch gar nicht nachbauen können. Sie vertraten jedoch die Meinung, dass diese Technologie nicht mehr so weit in der Zukunft liegt, dass wir die Funktionsweise der Maschine nicht verstehen könnten. Dieser Einschätzung schließe ich mich an. Mit der Arbeit der Autoren ist aus jahrtausende alten Überlieferungen eine Annäherung an die Funktionsweise dieser Maschine erfolgt, ohne wirklich jedes einzelne Detail klären zu können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Dies war meine Stellungnahme zu dem Vergleich der Äußerungen von Frank D. zu dem Buch von Sasoon und Dale.
Ich kann aber noch mehr Informationen beisteuern, die mangels Kenntnis der von mir herausgefundenen Zusammenhänge bisher weder von S. und D. noch von Frank D. berücksichtigt wurden:
16. Ausbildung und langjährige Erfahrung zu und mit Chemieanlagen
Ich bin von Beruf Chemiefacharbeiter und Ingenieur für chemische Technologie. Ich habe viele Jahre in der chemischen Industrie gearbeitet und kann mit dieser Erfahrung festhalten: Was hier von Sassoon und Dale zu dieser Maschine geschrieben wurde hat Hand und Fuß. Viele Details erinnern mich sehr deutlich an eine Chemieanlage. Das mögen Kleinigkeiten wie separate Leitungen zum An- und Abfahren oder Alarmsysteme bzw. regelungstechnische Eingriffe sein, die ohne diese Erfahrung vielleicht gar nicht - nicht mal von den Autoren - so deutlich wahrgenommen wurden.
17. Wer hält sich freiwillig 40 Jahre in der Wüste auf und ernährt sich so von Manna?
Wo liegt der logische Grund dafür, dass ein Volk 40 Jahre in der Wüste verbringt, wenn die Armee desselben Volkes 1967 – gegen drei Gegner kämpfend – dieselbe Wüste in 6 Tagen überbrückt hat? Nach meinem im 4. Teil des Buches „Der verborgene Schlüssel von Atlantis“ niedergeschriebenen Kapitel „Moses als Führer nach der Sintflut“ bin ich davon ausgegangen, dass infolge einer riesigen Katastrophe durch die damit zusammenhängende „Hölle auf Erden“ (zeitlich) vor den Sintflutmassen die ganze Erde abgebrannt ist. Damit ergaben sich für die Manna-Maschine nicht nur eine existenzielle Berechtigung (die ganze Erde war eine Wüste und nur so konnten die Menschen überleben), sondern auch viel idealere Bedingungen, als sie von Sassoon und Dale angenommen worden sind. Sowohl der CO2-Gehalt in der Luft als auch der Wasserdampfgehalt derselben dürften deutlich höher gewesen sein, als für die Berechnungen bisher angenommen. Damit verringert sich die Windgeschwindigkeit weiter bzw. es konnten bei gleicher Maschinengröße mehr Menschen mit mehr Nahrung versorgt werden.
18. Mehrere Manna - Maschinen?
Weiterhin gibt es Hinweise auf unterschiedliche Wege durch die Wüste während des Exodus. Eine Manna-Maschine bei Josef und die so genannte Vier-Quellen-Theorie zur Bibel sind weitere Hinweise auf möglicherweise verschiedene, getrennte Gruppen des auserwählten Volkes während dieser Zeit. Das dürfte dann auch mehrere Manna-Maschinen bzw. weniger zu Versorgende pro Maschine bedeuten und so die Berechnungsgrundlagen zugunsten der Maschine weiter verbessern.
19. Weitere Erkenntnisse pro Manna - Maschine
All diese Erkenntnisse sprechen viel eher dafür, dass es die in den Geheimtexten des Sohar versteckte Manna-Maschine tatsächlich gegeben hat. Weitere – hier nicht genannte – Erkenntnisse z.B. zur wohl wesentlich größeren Austauscherfläche der Barthaare und einer effektiveren (roten) Algenkultur geben dieser Vermutung eine noch größere Wichtung.
Schlussfazit:
Schon bei der Gegenüberstellung der Berechnungen von Sassoon und Dale gegenüber denen von Frank D. habe ich festgestellt, dass es nach Abwägung aller bekannten Informationen dazu keine Gründe dafür gibt, dass diese Maschine nicht funktioniert haben sollte. Mit den zusätzlichen Punkten 16 bis 19 gibt es weitere Indizien, die die damalige Existenz dieser Maschine noch wahrscheinlicher machen.
Stand Herbst 2010:
Seit nun mehr vier Jahren ignoriert Herr Dörnenburg meine Widerlegungen zu seiner Kritik an der Manna-Maschine und verweist auf seine meine Widerlegungen ignorierenden Erkenntnisse in allen dafür infrage kommenden Internetforen. Ich habe mir noch einmal seine Internetseite angesehen und dabei fiel mir auf, welcher grundlegende Fehler von ihm zu den vielen falschen Erkenntnissen und Argumentationen von ihm geführt hat: Er hat die Mitteilung von Sassoon und Dale in New Scientist vom 1.4.1976 schlicht falsch übersetzt, wie ein Blick auf Seine Internetseite heute, am 20.9.2010, zeigt. Dort zitiert er die britischen Autoren richtig mit
"The Chlorella sludge is drawn off into another vessel where it is treated so that the starch is partially hydrolyzed to maltose, which is then burnt slightly to give the honey-and-wafers flavor....The dried material is then fed to two vessels."
Diesen Satz übersetzt er aber unvollständig und damit völlig falsch mit
"Der Algenüberschuss wird gesammelt, aus Vorratsbehältern (4) mit Vitaminen angereichert, geröstet und in Mehl umgewandelt."
Jetzt wird klar, warum Herr Dörneburg die komplette Verzuckerungsstufe der Manna-Maschine nicht begriffen hat und solchen Unfug schrieb:
"Das Endprodukt der Algenherstellung dürfte kaum etwas mit der biblischen Beschreibung des Mannas zu tun haben. Moderne Chlorella-Produkte sind grüne bis braune Pulver, je nachdem ob geröstet oder nicht. Dale/Sassoon formen daraus kleine angeröstete, grüne bis grünbraune Würfelchen. Das Zeug zerfließt nicht in der Wärme, sieht nicht aus wie Koriandersamen und ist nicht weiß, und hat laut Beschreibungen auch keinen expliziten Eigengeschmack. Und es wird auch kaum den "Boden bedeckt haben wie Reif", außer die Priester haben Kalk druntergemischt und das Zeug mit der Schippe in der Wüste verteilt. Die Produkte der Manna-Maschine haben in keinem Punkt auch nur die winzigste Ähnlichkeit mit der biblischen Beschreibung. Um es deutlich zu machen: Die nirgendwo in der Bibel beschriebenne Maschine erzeugt ein nirgendwo beschriebenes Produkt, welches sich fundamental von den Urbeschreibungen unterscheidet!"
All das stimmt natürlich nicht und basiert auf dem Übersetzugsfehler von Herrn Dörnenburg, der den wichtigen und alle Argumente von Sassoon und Dale erklärenden Passus
"is partially hydrolyzed to maltose"
einfach unter den Tisch fallen ließ. Ich denke, ein jeder, der die tatsächliche Aussage von Sassoon und Dale in New Scientist vom 1.4.76 mit der Falschübersetzung von Herrn Dörneburg vergleicht, kann die groben Mißverständnisse durch Herrn Dörnenburg nachvollziehen und erkennen, wie unberechtigt seine Kritik zu den Ausführungen von Sassoon und Dale sind.