Textauszug
"Der verborgene Schlüssel zu Atlantis", Seite 32 bis 40
Eine Tageszeitung druckte unter der Schlagzeile Atlantis lag vor Gibraltar am 8.6.2004 die Vorstellung eines ringförmigen Gebildes nach Platons Überlieferung zu Atlantis ab. Mit Atlantis wollte ich mich eigentlich gar nicht befassen, aber eine derartige Meldung interessiert wohl jeden Menschen. Plötzlich erschrak ich. Wie gelähmt schaute ich auf das Bild nach Platons Überlieferung. Mir blieb die Sprache weg. Ich setzte mich erst einmal und versuchte die Gedanken zu ordnen. Wie war das mit dem großen Ring in Schillers Text, über den ich mich 14 Jahre lang geärgert hatte, der mich 14 Jahre lang am Weiterkommen zur Interpretation dieses Textes hinderte?
Was den großen Ring bewohnet
huldige der Simpathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der Unbekannte tronet.
Natürlich! Wie konnte ich das so lange übersehen? Diese Zeilen zum zweiten Chor waren absolut passend zur gesamten ersten Strophe und den anderen erwähnten Textstellen und ganz verblüffend noch dazu, wenn man das Atlantisbild nach Platon dazu betrachtete. In Abb. 2 ist dieses Bild ohne das die Insel umgebende Festland dargestellt. Wenn man in der Zeitung den Text und den Bildrand abdeckte und das Wasser gedanklich durch schwarze Farbe mit gelben Pünktchen ersetzte, sah man die Raumstation, mein in Schillers Text gefundenes Basisraumschiff, förmlich vor sich. (Abb. 3)
Atlantis in Schillers Text. Wirklich? Dieser Idee musste ich wohl nachgehen. Aber immer der Reihe nach. Was sagt der Fachmann zu diesem Text? „Was den großen Ring bewohnet“, dazu gibt es auch bei Hildebrandt keinen Hinweis; dieser philosophierte hier unter der Überschrift „Der ausgestoßene Freund“ zu den acht Zeilen der zweiten Strophe. Zum Text des 2. Chores gab es hier gar keine Aussage, später in einem anderen Zusammenhang nur zu den letzten beiden Zeilen. Scheint fast so, als wenn der Fachmann Dieter Hildebrandt mit dem großen Ring – eben-so wie ich viele Jahre lang – gar nichts anfangen konnte, deshalb gar nicht darauf einging.
Also fragte ich mich selbst: Was hat es nun mit dem Bewohnen des großen Ringes auf sich? Warum wird gerade der große Ring bewohnt? Wenn es einen großen Ring gibt, gibt es natürlich auch mindestens einen oder gar mehrere kleine Ringe. Wohnt dort niemand?
Wenn unsere Vorfahren auf einem Basisschiff waren, dann sollte ich mich fragen, wie dieses ausgesehen haben kann. Was sind denn unsere Vorstellungen von einer Raumstation? Eine immer wieder angestoßene Variante ist die eines großen Ringes, der sich dreht. Die Drehung ist notwendig zur Erzeugung der gewohnten Schwerkraft. Logisch ist damit natürlich, dass Wohn- und Arbeitsräume sich wegen der Schwerkraft im großen Ring befinden müssen. In einem oder mehreren kleineren Ringen sind technische Ausrüstungen untergebracht und in der Nabe der Antrieb. Über Streben sind die Ringe miteinander verbunden. Fehlende oder zu geringe Schwerkraft in Nabe und kleineren Ringen bedeuten logischerweise, dass dort niemand wohnt.
Nach diesen Überlegungen wurde mir klar: Auf erdrückende Weise schien dieser vorzeitliche Reisebericht unsere Vorstellungen vom Aufbau einer Raumstation zu bestätigen. Fakt ist: In Platons Dialogen wurden Ringe beschrieben, die miteinander verbunden waren und unsere Vorfahren stellten gemäß Schillers Text fest, dass der große Ring – im Himmel – bewohnt war. Beides bestätigt aber unsere Vorstellungen von Raumstationen hinsichtlich der Lösung des Problems Schwerkraft. Platons Dialoge, Schillers Text und unser Wissen über die technische Beschaffenheit einer Raumstation passen also widerspruchslos zusammen. Ich schien wohl auf der richtigen Spur zu sein.
Dass man den Bewohnern des großen Ringes gute Reise zu anderen Sternen wünschte, so interpretiere ich den Text, ist ein wichtiger Hinweis dafür, dass dieser Ring im Weltraum flog und sich nicht auf der Erde befand. Damit wurde die Vermutung, dass es sich bei Platons Ringgebilde um eine Raumstation handelte, für mich bestätigt. Dass den Bewohnern des großen Ringes Sympathie zukam, so meine Interpretation, war aufgrund der Freude über die Götterfunken und die dadurch zumindest zeitweise Behandlung als Fürstenbrüder sowie dem Gleichsein gegenüber den Göttern nur zu verständlich.
Aber in Platons Dialogen wurde von Ringen berichtet, die miteinander verbunden waren und zwischen denen Wasser war. Wasser? Wer will es Platon bzw. seiner Quelle Solon bzw. den ägyptischen Priestern verübeln, dass sie das ihnen unverständliche Nichts durch Wasser ersetzt haben? Oder wer will dies einem der 300 bis 400 Wissensträger verübeln, der für diesen Text in der Zeit vom Atlantisuntergang bis zum Gespräch Solons in Ägypten verantwortlich gewesen ist?
Ich bin mir daher sicher, dass mit Atlantis ein Basisraumschiff bezeichnet wurde, das die Erde einst umkreiste und das von unseren Vorfahren besucht wurde. Höchstwahrscheinlich war es das Basisraumschiff, dass Blumrich als Mutterschiff für das Hesekielraumschiff vermutete. Den Reisebericht kennen – dank Schiller und Beethoven – Hunderte von Millionen Menschen, aber leider erkennt ihn keiner als solchen. Übrigens steht die Ortsangabe von Platon hinter den Säulen des Herakles nicht unbedingt im Widerspruch zu meiner Auffassung: Einerseits ist der Weg nach dem von mir gefundenen Atlantis mit dem Kenntnisstand unserer Vorfahren nicht zu beschreiben, so dass wohl keiner die Gedankengänge der damaligen Bettler, die zeitweilig Fürstenbrüder gewesen sind, nachvollziehen kann. Andererseits – und das halte ich für wahrscheinlicher – schließt sich hier der Kreis und die Geschichte beginnt hiervon vorn:
Freude schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.
Damit meine ich, dass die geografische Bezeichnung Platons wohl auf zumindest einen der Orte wies, von dem das Zubringerraum-Schiff ablegte und zur Insel "fuhr".
Mit der teilweisen Entschlüsselung des Schillerschen Textes und auch nur grober Kenntnis von Platons Atlantisbericht sowie der Kenntnis, wie in Raumstationen das Problem Schwerkraft gelöst wird, habe ich also durch den Zufall mit dem Atlantisbericht in einer Tageszeitung recht schnell den Weg nach Atlantis gefunden. Umso interessanter ist, dass auch andere Autoren auf anderen Wegen zu ähnlichen Aussagen kommen:
Erich von Däniken beschreibt in seinem Buch "Raumfahrt im Altertum" die Himmelfahrt Abrahams durch Interpretation der Abrahamapokalypse. Er schlussfolgerte, dass Abraham auf einer Raumstation war, die um ihre eigene Achse rotierte. Allerdings zieht von Däniken in diesem Zusammenhang keinen Vergleich zu Atlantis und zu Schillers Ode "An die Freude". Seine zu seinem Text abgebildete Raumstation hat demnach auch nur einen Ring. So wie die Raumstation in diesem Buch abgebildet ist, kann sie aber in Wirklichkeit nicht ausgesehen haben, da mit diesem Aufbau die Schwerkraftproblematik nicht richtig gelöst worden ist.
Jakob Vorberger stellte in seinem Buch "Der Schlüssel zu den Göttersagen" die These auf, dass Atlantis mit einem Raumschiff gleichzusetzen war. Trotz dieses grundsätzlich richtigen Ansatzes erkannte er nicht die wahren Zusammenhänge. Er glaubte, dass der Grundriss von Atlantis dem Querschnitt des von ihm beschriebenen Mutterraumschiffes entsprach und dass man vom äußeren Ring, an dem Zubringerraumschiffe angelegt hatten, durch die Streben in die Mitte, also in das eigentliche Raumschiff gelangen konnte. Dadurch kam er zu mehreren falschen Interpretationen, zumal er das sich aus dem Schillerschen Text ergebende Ringsystem nicht erkannte. Die Kenntnis dieses Ringsystems ist jedoch – wie der Leser noch feststellen wird – die entscheidende Voraussetzung, um in anderen alten Texten eine Bestätigung für die aufgestellte Theorie zu finden, dass sich Atlantis im Himmel befunden hat.
Was machten unsere Vorfahren, nachdem sie vom Tochterraumschiff zurück auf die Erde gebracht wurden? Ich überlegte: Filzlatschen an und in die Röhre sehen war nicht möglich, da es weder Filzlatschen noch Röhre gab. Was dann? Wie konnte die Erinnerung an dieses Erlebnis bewahrt, von Generation zu Generation als Erlebnisbericht weitergegeben werden? Mit einem das Erlebnis beschreibenden Text. Damit man ihn gut behalten konnte, wurde er früher oder später in Reimform abgefasst. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass eine Gedichtform schon recht früh existiert hat und so der Inhalt durch das Korsett des Gedichtes mehr als bei einem gewöhnlichen Text vor Manipulation durch die jeweiligen Wissensträger der vielen Generationen über die Jahrtausende geschützt gewesen ist.
Ich gehe aber auch davon aus, dass der Text nicht die einzige Erinnerung an jene fantastischen Stunden gewesen ist. Wie konnte man die Erinnerung an dieses Erlebnis noch wach halten? Die Erinnerung an ein ringförmiges Gebilde im Himmel, wo Erdenbürger mit Göttern vereint waren? Es wäre folgerichtig, wenn mit einfachsten Mitteln diesbezüglich ein Denkmal gesetzt worden wäre. Mit der Aushebung eines ringförmigen Grabens und dem dabei entstehenden Wall wurde diese Erinnerung wach gehalten. Stammen alle uns bekannten Rundheiligtümer also vom großen Ring ab und hat die "Wallfahrt" hier ihren Ursprung? Ich kann mich an eine selbst besuchte Trojaburg bei Steigra nahe Nebra, Jahrzehnte vor dem Auffinden der Himmelsscheibe, erinnern. Eine Trojaburg ist ein kreisförmiges Labyrinth, das – meiner Ansicht nach – ebenso an das ringförmige Gebilde im Himmel erinnern sollte. Es ist durchaus möglich, dass mit Steinkreisen oder gar überdachten Rundbauten – je nach wirtschaftlicher Lage – auch weniger vergängliche Denkmäler gesetzt wurden. Was übrigens nicht ausschließt, dass man in späteren Ausbaustufen diese vorhandenen Anlagen für astronomische Beobachtungen herrichtete.
Zecharia Sitchin glaubt, dass die Nachkommen Abrahams Steine im Kreis aufgestellt haben, weil sie von ihm in kalendarischem Wissen unterrichtet worden sind. In seinem Buch "Das erste Zeitalter" vertritt er jedenfalls diese Meinung. Diese These kann ich nicht widerlegen. Für wahrscheinlicher halte ich es aber, dass Abraham seinen Himmelfahrtsbericht, die Abrahamapokalypse, an seine Nachkommen weitergegeben hat und diese mit den Steinkreisen den Ring im Himmel symbolisierten.
Es gibt weitere Textteile in Schillers Ode "An die Freude", bei denen ebenfalls ein Bezug zur Atlantisreise herstellbar wäre. Ich verzichte jedoch an dieser Stelle auf eine solche Interpretation, weil die Beweisführung bei diesen Textteilen nicht so zwingend erfolgen kann wie bei den behandelten und daher nur zu Spekulationen führen würde.
Zu diesem Zeitpunkt lagen 38 Jahre des Zweifelns und Nachdenkens über den Sinn des Odentextes und 15 Jahre des Grübelns über die Beweisführung zu der Reise unserer Vorfahren in den Weltraum in eben diesem Text hinter mir. Dass mit dem Basisraumschiff Elysium das von allen verzweifelt gesuchte Atlantis gemeint sein konnte, schwebte mir also erst seit einem Jahr vor, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wurde ich vom Forschungseifer ergriffen.
Gleichzeitung wurde mir immer klarer, dass ich wohl als Erster nach Platon Kenntnis von einem weiteren, von Platon unabhängigen Text zu Atlantis hatte. Aber nicht nur von irgendeinem weiteren Text, sondern – und das ist die Besonderheit dieses Textes – einem wohl noch viel älteren oder aber weniger verfälschten Text, als Platon zur Verfügung stand. Im Gegensatz zu den Platondialogen ist dieser Text durch sein Ge-dichtkorsett zumindest teilweise im Original erhalten geblieben. So wie heute dieser Text aufgesagt oder gesungen wird, ohne dass weder der Vortragende noch der Zuhörende den ursprünglich übermittelten Inhalt begreift, genauso wird es wohl auch über viele Jahrtausende gewesen sein. Das Korsett des Gedichtes erschwerte eine Umformulierung des Inhaltes durch die jeweiligen Wissensträger unserer Vorfahren. Während ein normaler Text, wenn ihn der Wissensträger nicht mehr verstand, durch diesen so abgeändert wurde, dass er glaubte, er konnte den Text jetzt wieder verstehen, hatte beim Gedicht eben das Korsett der Worte Vorrang. Der Beweis für diese Aussage ist nach Kenntnis der hier dargelegten Fakten einfach zu führen: Eine Milliarde Erdenbürger und ihr Verständnis von Schillers Text der Ode "An die Freude".
Damit wurde mir aber auch klar, dass ich als Erster den richtigen Ansatz zum Verstehen des Atlantismythos gefunden hatte. Nochmals befragte ich mich selbst: Konnte es tatsächlich sein, dass ich – ohne es zu wollen und mit Hilfe des Zufalls – das gefunden hatte, was Tausende von Forschern seit Tausenden von Jahren suchten? Da ich früher selbst eigene Erfindungen zum Patent angemeldet hatte, waren mir solche Fälle durchaus bekannt. Häufig fand durch Zufall jemand etwas, was andere verzweifelt suchten. Ein sehr bekanntes Beispiel war die Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming. Dieser wollte kein Penicillin erfinden, sondern stellte durch Zufall fest, dass während seines Urlaubs eine zu Forschungszwecken angesetzte Lösung mit einer Schimmelkultur befallen war. Bei der Überprüfung dieses Zufalls gelang ihm diese für die Menschheit so bedeutsame Entdeckung.
Sollte es mir auch so gehen? Sollte auch ich durch Zufall auf eine für die Menschheit so bedeutende Entdeckung gestoßen sein? Nach gründlicher Überlegung beantwortete ich mir diese Frage selbst: Ja! Durch Zufall war ausgerechnet ich nach 25000 schriftlich festgehaltenen Fehlversuchen auf diese für die Menschheit so bedeutsame Entdeckung gestoßen. Allerdings hatte ich unwissend mit meiner Nörgelei an Schillers Text der Ode "An die Freude" dem Zufall etwas nachgeholfen. Und ausgerechnet ich, weil eben kein anderer daran dachte, den Text zu Schillers Ode "An die Freude" zu hinterfragen; stattdessen sich alle echten Atlantisforscher an Platons über die Jahrtausende teilweise erheblich verfälschten Übermittlungen orientierten.
"Atlantis und ds Altersparadoxon", Seite 545 bis 553
Ich habe die Beschreibung der Meteoriten recht ausführlich zitiert, um die unterschiedlichen Fundorte und die unterschiedlichen Fundzeiträume aufzuzeigen. Vor allem wollte ich aber auf die verblüffend einheitliche Zusammensetzung bei wichtigen Metallen hinweisen. Es ist doch erstaunlich, dass viele dieser Metallmeteoriten so ähnlich in der Zusammensetzung sind. Wenn ich einmal die drei Meteoriten mit dem übrigens ebenfalls jeweils sehr ähnlichen, hohen Nickelgehalt einer anderen Gruppe zuordne und hier nur die Gruppe mit dem niedrigeren Nickelgehalt betrachte, dann komme ich zu folgender Übersicht:
Meteorit
Eisen in % Nickel in %
---------------------------------------------------------------------
Canyon-Diablo
91,6 7,1
Gibeon 91,8 7,7
Mundrabilla
92
7,72
Sichote-Alin 93 5,9
Nantan 92,35 6,96
Morasko 92 7
Campo-del-Ciele 92,6 6,68
--------------------------------------------------------------------
Durchschnitt
92,19 7,01
max. abs.
Abweichung. -0,59/+0,81 -1,1/+0,71
Beim Eisen stelle ich eine maximale relative Abweichung von 0,88 % fest. Da ist wohl folgende Frage berechtigt: Gab es für diese Meteoriten-Gruppe eine DIN-Vorschrift bezüglich ihrer Zusammensetzung? Oder wie kommt es, dass scheinbar verschieden alte, auf jeden Fall aber angeblich im Abstand von Millionen von Jahren, auf die Erde gefallene Metall-Meteoriten innerhalb derselben Gruppe einen nahezu exakt gleichen Anteil an Eisen haben? Eine interessante Frage wäre aber auch: Welche Zusammensetzung müsste ein Stahl für eine Raumstation haben? Im Internet fand ich Angaben bezüglich der Nickelzusätze von minimal 5 bis 10%, maximal 10 bis 19%. Die Gruppe der Meteoriten mit dem geringen Nickelanteil liegt mit 7,1% etwa in der Mitte des Minimums an Nickel, die Meteoritengruppe mit dem höheren Nickelanteil liegt etwa in der Mitte des Maximums an Nickel. Mein Vorgehen ist klar: Ich möchte überprüfen, ob sich denn diese fast einheitlich in den Meteoriten gemessenen Metallkombinationen für eine Raumstation eignen würden. Dann wäre es nämlich gar nicht verwunderlich, dass die Eisen- und Nickelanteile so enorm übereinstimmen. Nur hat meine Betrachtung bisher einen kleinen Schönheitsfehler. Hochstabile Edelstähle haben neben dem hier tatsächlich mit den Meteoriten in etwa übereinstimmenden Nickelanteil auch einen erheblichen Chromanteil. Und von Chrom ist – abgesehen von Spuren – in den Meteoriten nichts zu finden. Was nun? Habe ich mich mit meiner Vermutung geirrt?
Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Die Frage ist nämlich, warum wird Chrom unseren Edelstählen zugemischt? Es sorgt für die Korrosionsfreiheit der Stähle. Was heißt das genau? Der Sauerstoff unserer Atmosphäre – immerhin rund 21% unserer Luft besteht daraus – versucht, nichtgebundene Elemente zu oxidieren. Das im Verhältnis zu Gold bzw. Iridium unedle Eisen oxidiert dabei recht schnell und es entsteht dabei der ungeliebte Rost. Chrom kann genau das verhindern und wird eben deshalb unseren Edelstählen beigemischt. Aber jetzt kommt die entscheidende Frage: Wie viel Sauerstoff gibt es im Weltraum und wie viel Chrom ist deshalb als Zumischung für eine Raumstation notwendig? Da das Weltall luftleer ist, gibt es dort auch keinen Sauerstoff. Aus Oxidationsgründen – wie hier auf der Erde – müsste also Chrom für das Baumaterial einer Raumstation in vielen Fällen gar nicht beigemischt werden. Es bleibt also dabei: Diese derart ähnlichen Zusammensetzungen der hier aufgeführten Metallmeteoriten können durchaus darauf zurückzuführen sein, dass es sich um Rückstände der Raumstation Atlantis handelt.
Wahrscheinlich kommen Kritiker meiner Überlegungen schon hier auf die Idee,
dass ich mich irren muss, weil ja die Meteoriten teils viel älter sind, als
der Zeitrahmen für die von mir erkannte Raumstation Atlantis. So z.B. der
Gibeon-Meteorit mit einem angenommenen Alter von 4,6 Milliarden Jahren. Ich werde
auf diesen Punkt im Kapitel Das Altersparadoxon – ein Hinweis auf
Falschdatierungen? und weiteren nachfolgenden Kapiteln ausführlicher
eingehen. Die Frage sei an dieser Stelle aber schon einmal erlaubt, ob das Alter
eines Meteoriten mit radiome-trischen Methoden überhaupt richtig ermittelt
werden kann, wenn der Meteorit vielleicht selbst Überbleibsel einer
Kernspaltung ist. Auch bei dem Wort Diablo im Meteoritennamen werde ich
hellhörig. Als Abraham vom Teufel mit Steinen beworfen wurde, konnte ich das
logisch im Vergleich mit anderen Überlieferungen als den Steinregen der
gesprengten Raumstation zuordnen. Und jetzt stammt der Stein gemäß
seinem Namen sogar selbst vom Teufel ab und bestätigt damit diese
Abraham-Legende? Ich denke, es ist kein wirklicher Widerspruch, wenn heute nur
noch Steine von der Raumstation – z.B. in der Nähe von Mekka, das mit
der Abrahamlegende im Islam in Verbindung gebracht wird – zu finden sind,
die Raumstation aber zu erheblichem Anteil aus Metall bestand. Einerseits gab es
innerhalb der Raumstation sicher genügend Steinmaterial, für das sich
aber bis heute aus wirtschaftlichen Gründen niemand interessiert,
andererseits sind die heruntergefallenen Eisenmeteoriten, wenn man sie gefunden
hat, gerade aus den wirtschaftlichen Gründen schon im Altertum
verarbeitet worden. Ist der in Abb. 95 abgebildete Meteorit, ein Teil vom
Canyon Diablo, also ein Teil von Atlantis?
Aber ich gehe gerne der von den Wissenschaftlern angenommenen Vorstellung nach und begebe mich gedanklich dorthin, wo diese Metallmeteoriten angeblich herkommen sollen. Nämlich in den Asteroidengürtel. Sämtliche Schätzungen zur Zusammensetzung des Asteroidengürtels gehen davon aus, dass etwa 5% der dortigen Asteroiden aus Metall bestehen. Wer hat das aber überprüft? Bisher wohl noch niemand, die amerikanische Raumsonde Dawn ist noch etwa drei Jahre unterwegs und wird ihre Arbeiten erst 2015 abschließen. Dann weiß man mehr. Jetzt kann ich mich nur an Vermutungen halten. Eine dieser Vermutungen ist, dieser Asteroidengürtel ist ein verhinderter Planet. Zwar könnte auf dieser Bahn ein Planet entstehen, aber die Masse aller Asteroiden ist viel zu gering, um einen Planeten zu bilden. Wenn infolge eines Planetencrashs hier nicht der weitaus größte Teil der Masse aus dem Sonnensystem herausgeschossen wurde, so handelt es sich – wie meist angenommen – tatsächlich um einen verhinderten Planeten. Eine andere bzw. zusätzliche Vermutung ist, dass die Schwerkraft des Jupiters die aus der Urzeit des Sonnensystems vorhandenen Planetesimale in diesem Gebiet stört und nicht akkumulieren lässt. Planetesimale sind zusammengeballte Staubkörper aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, die bis zu einigen hundert Meter Durchmesser haben können.122
So weit, so gut. Nur taucht dann eine neue Frage auf: Wenn sich ein Planet erst gar nicht gebildet hat, wie können dann fünf Prozent der Bruchstücke metallischen Ursprungs sein? Eine Entmischung von Gestein und Metall kann ja nur – wie bei unserer Erde – dadurch erfolgen, dass infolge der Massezusammenballung unter riesigem Druck im Inneren eine enorme Hitze herrscht, das Gestein sich von außen abkühlt und das zu diesem Zeitpunkt noch flüssige Metall sich in den Kern zurückzieht. Wie soll das aber passiert sein, wenn sich der verhinderte Planet gar nicht erst gebildet hat? Ist nun die heute allgemein anerkannte Theorie vom verhinderten Planeten richtig, dann stellt sich die Frage, wieso es entmischte Materie, also Metall- und Gesteinsasteroiden gibt. Oder gibt es eine andere Möglichkeit des Aufschmelzens? Die Aussage
Die Energiequelle für diese Aufschmelzung wird momentan noch ausgiebig diskutiert.121
scheint mir eher darauf hinzudeuten, dass man hier händeringend nach einer Lösung sucht. Wobei ich wieder bei den radioaktiven Belegen bin. Scheinbar stellt man sich vor, dass die Asteroiden mit einem inneren Atomfeuer versehen sind. Wie soll es zu einer solchen Kettenreaktion kommen? Auf der Erde geht man davon aus, dass durch den Transport von Uranerz in der Frühzeit der Erde, als der Zerfall des Urans noch nicht so weit fortgeschritten war, durch das Wasser der Flüsse in Afrika soviel Uranerz angespült wurde, dass eine kritische Masse entstand und so ein natürlicher Uranreaktor mit dem Flusswasser als Moderator arbeitete. Falls es wirklich so war, stellt sich bezüglich der mit einem Atomfeuer zu versehenden Asteroiden die Frage, wie dort der Wassertransport des Urans zum Zwecke des Erreichens einer kritischen Masse erfolgte und wer als Moderator auftrat?
Ich weiß nicht, wie der Leser meine erfolglose Suche nach der Entstehung von natürlichen Metallmeteoriten in unserem Sonnensystem beurteilt. Ich jedenfalls komme zu dem Schluss, dass nach Occams Gesetz die Sprengung der in so vielen Mythen und Petroglyphen weltweit indirekt beschriebenen Raumstation eine wesentlich wahrscheinlichere Ursache für die auf die Erde niedergegangenen Metallmeteoriten darstellt als die unlogische Existenz dieser entmischten Materie unter dem Aspekt eines verhinderten Planeten zwischen Mars und Jupiter. Dasselbe trifft auf die theoretischen Überlegungen zum Atomfeuer in Asteroiden zu, weil es dafür keine plausiblen Voraussetzungen gibt.
Da heute noch immer solche Meteoriten vom Himmel fallen, darf man nicht vergessen, dass Teile der zerstörten Stadt im Himmel weit in den Weltraum geschleudert wurden, wie ich auf Seite 151 zitiert habe. Vielleicht könnte eines Tages das Einfangen eines solchen, unsere Erde umkreisenden Metallmeteoriten, der noch nicht der zusätzlichen Hitzebehandlung beim Passieren der Erdatmosphäre unterworfen wurde, Klarheit bezüglich meiner Vermutungen bringen. Kann man solche Objekte in der Erdumlaufbahn finden? Offensichtlich wurde ein solcher Kandidat schon gefunden. Er hat die Bezeichnung 1991 VG und irritiert unsere Wissenschaftler dahingehend, dass dieses Objekt auf einer instabilen Bahn in Erdnähe auftaucht und sehr große, für Asteroiden untypische Helligkeitsunterschiede aufweist.
Aus der Helligkeit von 1991 VG kann auf einen Durchmesser von 10 bis 20 Meter
geschlossen werden, womit eine Raketenoberstufe als Erklärung durchaus nicht
ausgeschlossen wird. Weiter zeigte das Objekt ein Verhalten, das für
künstliche Objekte (z.B. Raketenoberstufen) typisch ist: seine Helligkeit
bzw. Reflektivität schwankt stark und in schneller Folge. Wäre 1991 VG
ein Asteroid, wäre zu erwarten, dass er von allen Seiten etwa gleich
(langweilig und staubig) aussieht und das Licht nach allen Seiten etwa gleich
stark reflektiert. Die Oberfläche von Raketenstufen hingegen ist unterteilt
in verschieden helle Bereiche, glatte Metallflächen, Markierungen,
Geräte, und so weiter […]
Man war sich also bald ziemlich sicher, dass das Objekt künstlichen
Ursprungs sein musste, und obwohl man wie erwähnt keine
passenden Raummissionen fand, deren Raketenoberstufen zur Bahn des
Objekts gepasst hätten, […]123 [Hervorhebungen d.
DB]
Man fand also keine Raumfahrtmission, zu der dieser offensichtlich
künstliche Himmelskörper passte. Wer hat dann künstliche Objekte
in der Nähe unserer Erde platziert? Oder findet man händeringend doch
noch ein Argument, dass intelligenten außerirdischen Einfluss als
unglaubwürdig abtun könnte?
[Hervorhebung d. DB]
Ist auch das wieder so eine Geschichte, wo es keine vernünftige Theorie
gibt, die in unser Weltbild passt und wo eine zerstörte Raumstation wie bei
dem schwimmenden Elfenbein der Reliquien oder den Eisenmeteoriten die nach
Occams Gesetz beste Erklärung anbietet?
1995 wies der australische Astronom Duncan Steel darauf hin, dass die "a priori"
Wahrscheinlichkeit, dass das kleine Spacewatch-Teleskop, nur vier Jahre nach
seiner Inbetriebnahme ein Objekt wie 1991 VG findet, extrem klein ist. Die "a
priori" Chance, dass so etwas passiert, ist sehr klein. Deshalb, so Steel, kann
man davon ausgehen, dass es sich bei der Entdeckung von 1991 VG entweder um einen
gewaltigen Zufall handelt (diese "a priori" Chance wurde auf etwa 1:100000 pro
Jahr berechnet - ein Programm wie Spacewatch müsste also im Schnitt 100000
Jahre lang laufen, bevor es einmal ein Objekt wie 1991 VG entdeckt), oder, dass
1991 VG zu einer grossen Population (einige Tausend vielleicht) von ähnlich
aussehenden, erdnahen Objekten gehört [...] Nun wissen wir
natürlich, dass es keine Population von einigen Tausend ausgebrannten
Raketenoberstufen in Erdnähe gibt - so viele wurde niemals
gestartet. Wenn wir mal den gewaltigen Zufall als Szenario beiseite
schieben: Könnte es eine andere grosse Population von erdnahen
Objekten geben, die wie 1991 VG "künstlich" aussehen?
[Hervorhebungen d. DB]
Jetzt wird es richtig interessant, denn die sich damit befassenden Wissenschaftler sind gezwungen, sich mit einem möglicherweise außerirdischen künstlichen Objekt zu beschäftigen. Rückt damit die Bestätigung dieser von mir niedergeschriebenen Atlantistheorie in den Bereich des Möglichen?
Hier wird es spannend, und hier begann auch die grosse Diskussion, die Duncan Steel mit seinem Artikel damals lostrat. Er schlug vor, dass, wenn das Objekt weder ein Asteroid noch eine Raketenoberstufe sein konnte, man darauf schliessen müsse, dass es sich dabei um ein künstliches Objekt nicht-irdischen Ursprungs, oder anders gesagt, um eine ausserirdische Raumsonde handeln könnte. [Hervorhebung d. DB]
Diese Überlegung ist durchaus berechtigt. Nur folgt aus dem oben Genannten, dass dann einige tausend ausgebrannte außerirdische Raumsonden in Erdnähe existieren müssten. Davon geht Steel tatsächlich aus. Hier muss ich aber fragen, was nach Occams Gesetz wahrscheinlicher ist: Tausende von außerirdischen Raumsonden in Erdnähe – ohne deren Sinn zu verstehen – oder die Trümmer einer gesprengten Raumstation in Übereinstimmung mit den vielen religiösen und mythologischen Überlieferungen hier auf der Erde? Es gibt übrigens schon weitere Kandidaten von erdnahen Himmelskörpern, zu denen ähnliche Überlegungen angestellt werden wie für 1991 VG.
Bis zu einer eventuellen Bestätigung der vorgenannten
Überlegungen kann ich mich aber nur an der Vergangenheit orientieren. Aus
der Vergangenheit zitiert Velikovsky aus dem finnischen Nationalepos
Kalevala:
[…] erzählt von einer Zeit, als Hagelsteine aus Eisen vom
Himmel fielen und Sonne und Mond verschwanden (vom Himmel gestohlen
wurden) um nicht wieder zu erscheinen; an ihrer Statt wurde nach einer Weile der
Dunkelheit eine neue Sonne und ein neuer Mond an den Himmel gesetzt.83
[Hervorhebung durch DB]
Velikovsky zitiert dann eine andere finnische Quelle, um zu belegen, dass es sich
bei der langen Dunkelheit nicht um die Polarnacht gehandelt haben
kann:
Der unheimliche Schatten bedeckte die Erde, als Ukko, der höchste der
finnischen Götter, aufhörte, den Himmel zu stützen. Ein wilder
Hagel von Eisensteinen regnete herab, und dann hüllte sich
die Welt ein Menschenalter lang in Dunkelheit. [Hervorhebung durch DB]
Die neue Sonne und der neue Mond nach längerer Dunkelheit weisen auf die
große Katastrophe infolge der Sprengung der Raumstation hin. Was genau das
bedeutet, werde ich später erläutern. Am Tahoe-See in der Sierra
Nevada, so berichtet der Ethnologe Karl F. Kohlenberg, heißt es in kausalem
Zusammenhang mit verfinstertem Himmel, zuckenden Blitzen und Erdbeben:
Dann ging ein Regen glühenden Metalls nieder.58
[Hervorhebung d. DB]
Auch Apollodor weiß ähnliches zu berichten:
[…] tötete […] den Klytios [einen Giganten, DB] nach der Sage
Hekate, eher wohl Hephaistos durch Würfe mit glühenden
Eisenklumpen.60
[Hervorhebung d. DB]
Und die Sonne begann die Wärme eines ganzen Jahres auf die Erde zu
herabzuschicken. Die Geister und Dämonen lockten Batrads in die Steppe
Chasma und begannen dort riesige Bleiklumpen auf ihn zu
schleudern. Felsen gleich prallten sie gegen den stählernen Leib
Batrads.99
[Hervorhebung d. DB]
Bei so vielen Augenzeugenberichten über vom Himmel fallendes Metall in kausalem Zusammenhang mit apokalyptischen Rahmenbedingungen sehe ich eine gewisse Bestätigung für meine Überlegungen, dass die Metallmeteoriten als Rückstände der zerstörten Raumstation vom Himmel gefallen sind. Es könnte also sein, dass die in jüngerer Zeit vom Himmel gefallenen Eisenmeteoriten nur Nachzügler, die bei der Sprengung der Raumstation entgegen der Erdanziehung weggesprengt worden, die Gravitation der Erde aber nicht endgültig überwinden konnten, von ihr wieder eingefangen worden und dann Jahrtausende später auf die Erde gestürzt sind. Oder, wie oben beschrieben, als Trojaner der Erde auf derselben Bahn um die Sonne vorweg- oder nachlaufen, bei der Beeinflussung ihrer Bahn instabil werden und als Eisenmeteorit auf die Erde stürzen. Velikovsky war der Meinung, dass Erdbeben, Vulkanismus und Kometen in historischen Aufzeichnungen viel häufiger vorkommen, als heute beobachtet werden. Im Römischen Reich waren sie derart häufig, dass sie oft mit Staatsereignissen in Verbindung gebracht wurden. Als eine mögliche Schlussfolgerung könnte man das Ausklingen der apokalyptischen Nachwirkungen dieser großen Katastrophe annehmen. Dazu würde auch eine von Swine angebotene und von H. Petterson erwähnte Hypothese – so Velikovsky – passen, nach der Meteoriten eine relativ neue Erscheinung sein sollen. Danach wären diese auf die letzten 25000 Jahre beschränkt und während der vorausgegangenen Millionen Jahre davor nicht vorhanden.124 Im Rahmen der Erkenntnisse zu meinem Blickwinkel auf Atlantis lohnt es sich vielleicht, diese Hypothese noch einmal zu überprüfen.